VBA und die Grundsyntax(I)
Jede Programmiersprache hat eine sogenannte Syntax. Der Begriff Syntax kommt aus dem Griechischen syntaxis und bedeutet so viel wie Aneinanderreihung oder Anordnung. Dieses Kapitel soll Ihnen eine Einstieg in die Lehre von den Regeln des Gebrauchs von VBA-Anweisungen geben. Eine Anweisung in VBA kann verschiedene Elemente enthalten. Die Syntax von VBA setzt sich aus Ausdrücken, Variablen, Operatoren und Schlüsselwörtern zusammen. Um ein VBA Programm zu erstellen, müssen zunächst alle Variablen, die ein Programm verwendet erklärt bzw. festgelegt werden. Unter einer Variable versteht man eine Art Behälter oder Speicher, der unterschiedliche Werte enthalten kann. Welche Typen von Variablen es gibt, wird später genauer erläutert. Den Teil des Programms, wo also diese Variable erklärt und definiert werden nennt man Deklaration. In der Deklaration wird festgelegt, welche Variablen es gibt; dabei wird jede Variable mit einem Namen bezeichnet und einem Typ zugeordnet. Dabei ist zu beachten, dass eine Variable mit einem Buchstaben beginnen muss und der Name der Variable höchstens zweihundert Zeichen lang sein darf. Der Name kann Buchstaben, Zahlen und den Unterstrich "_" enthalten. Es dürfen keine Leerzeichen oder Satzzeichen verwendet werden. Die Groß- und Kleinschreibung muss man nicht berücksichtigen, wenn man später im Programm nicht explizit eine Groß- und Kleinschreibung erzwungen wird. Auch nicht erlaubt sind Schlüsselwörter, die Teil der VBA Sprache sind, wie zum Beispiel eine If-Anweisung oder ein Operator wie "or", oder eine Funktion, wie "len" oder "chr". Wie und wo werden nun Variablen deklariert? Wenn Sie ein neues Modul in der VBA-Entwicklungsumgebung von Microsoft Office Anwendungen hinzufügen, können Sie gleich als allerersten den Bereich festlegen, in dem Variablen ausdrücklich, also explizit, deklariert werden. Dieser Bereich wird mit der Anweisung "Option Explicit" eröffnet. Der VBA-Editor erkennt die nachfolgenden Zeilen als Deklarationsteil des Programms. Sollte dieser Teil des Programms fehlen, wird VBA selbst versuchen festzustellen, um welchen Datentyp es sich bei einer Variable handelt. Dies kann zu verlängerten Laufzeiten und unsauberen Code eines Programms führen (Quick and Dirty). Im folgenden Format wird nun eine Variable deklariert: DIM Variablennamen Zum Beispiel DIM Summe DIM Vorname Sollen mehrere Variablen deklariert werden, kann dies auch wie folgt getan werden: DIM Vorname, Nachname, Ort Variablen können ihre Gültigkeit in verschiedenen Bereichen eines Programms haben. Verwendet man das Schlüsselwort "DIM" (steht für Dimension), so ist diese Variable nur in einer Prozedur gültig, d.h. der Programmcode einer Prozedur wird diesen Wert im Vergleich zu anderen Prozeduren lesen können. Man spricht dann von einer sogenannten lokalen Variable. Möchte man eine Variable für ein ganzes Modul geltend machen, so muss diese im Deklarationsbereich, wie oben besprochen, definiert werden. Dazu kann das Schlüsselwort "DIM" oder "Private" verwendet werden. Soll eine Variable öffentlich verwendet werden, d.h. prozedurübergreifend, so deklariert man diese mit dem Befehl Public im Deklarationsbereich. Es handelt sich dann um eine sogenannte Globale Variable. Für den temporären Gebrauch innerhalb einer Prozedur verwenden Sie bitte lokale Variablen und deklarieren Sie globale Variablen im selben Modul um die Übersicht zu bewahren.
Artikel VBA und die Grundsyntax(I) am 2010-08-23 17:19:15 aufgenommen!