München als Wirtschaftsstandort
München zählt zu den Wirtschaftsmotoren in Deutschland. Traditionell ist hier die Arbeitslosigkeit gering. Renommierte Unternehmen haben hier ihren Platz, von denen mehrere im DAX geführt sind. Neben Touristik, dem Fahrzeugbau und Maschinen- und Elektrotechnik sowie Softwareproduzenten ist die Landeshauptstadt führender Standort für das Versicherungs- und Finanzwesen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die ohne starke Münchner Wirtschaft durch die Verlegung zahlreicher Firmensitze aus dem Osten der Republik und der damals ehemaligen Hauptstadt Berlin. Diese Unternehmen halten München auch nach der Wiedervereinigung die Treue. Architekten München dieser starken Wirtschaft sind die guten Verbindungen zur bayerischen Politik. Diese ist sehr um die Kontinuität der Wirtschaftskraft bemüht.
Baulich sticht von den ansässigen Unternehmen die Zentrale von BMW heraus. 1978 eingeweiht befindet sich der Bau am Olympiagelände und wird als BMW-Vierzylinder bezeichnet. Architekten um den Österreicher Karl Schwanzer zeichnen sich für den Entwurf verantwortlich. Von ihm stammt auch die Planung des nebenstehenden Museums. Für den BMW-Bau erhielt er 1973 den BDA-Preis Bayern. Die Statik des Verwaltungsgebäudes birgt eine Besonderheit. Die Zylinder stehen nicht auf dem Boden, sondern hängen an so genannten Kragarmen. Ein Bonmot nebenbei: Zu den Olympischen Spielen wurden sämtliche Insignien des Automobilherstellers abmontiert. Man wollte unangemessene Werbung vermeiden.
Wichtige Faktoren für München sind zudem die Medien. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehanstalten haben hier ihren Sitz. Weltweit sind in der Landeshauptstadt die zweit meisten Verlage vertreten. Dennoch ist es München nicht gelungen, die in Frankfurt beheimatete Buchmesse an die Isar zu holen.
Die Münchener Börse gibt es bereits seit dem Jahre 1830, welche als Kaufmannsstube fungierte und mit Wertpapieren handelte. Heute ist die Börse in der ehemaligen Villa der Familie Hutschenreuther untergebracht. Architekten um Ludwig Deiglmayr hatten das Gebäude im Stil der Neurenaissance entworfen. Die Villa liegt unmittelbar am Karolinenplatz. Zum Umzug 2009 musste der neue Sitz komplett entkernt werden, um eine Nutzung zu ermöglichen. Nach einem Brand im Jahr 1944 wurde der Hutschenreuthersitz ungünstig renoviert. Dies wurde nun korrigiert.