Schiffsfonds im Wandel

Die Zeichner von Schiffsfonds hatten in den Jahren 2008, 2009 und die erste Hälfte von 2010 schwere Zeiten. Bei kaum einer Investmentklasse ist die Rendite so dramatisch eingebrochen wie bei den Schiffsfonds. Der Grund liegt auf der Hand: Innerhalb von Monaten brach die Nachfrage nach Gütern weltweit 2008 ein. Und Güter werden überwiegend auf dem Seeweg transportiert. Plötzlich fehlten den Containerschiffen die Aufträge und damit kam kein Geld mehr in die Kassen der Reeder und Betreiber von Transportflotten. Diese wurden oft über deutsche Schiffsbeteiligungen betrieben. Die deutsche Containerflotte ist die größte weltweit und ist wesentlich durch die Milliarden an Euro aufgebaut, die deutsche oder auch ausländische Investoren in Schiffsfonds gesteckt haben.


Inzwischen hatte in 2010 und der ersten Hälfte von 2011 die Weltkonjunktur wieder Fuß gefaßt und die Bezahlung für den Transport von Waren aller Art mit Schiffen stiegen wieder. Leider ist auch diese Phase des Aufschwungs schon wieder vorbei und es geht mit der Weltkonjunktur schon wieder abwärts. Für die  Charterraten der Frachtschiffe bedeutet das erst einmal wieder eine Abnahme, wie es der Baltic-Dry-Index deutlich zeigt. Damit brechen schon wieder schlechte Zeiten für die Schiffsfonds an. Hier wird die weitere Entwicklung wesentlich davon abhängen, ob die Nachfrage nach Gütern, insbesondere auch aus den Schwellenländern auch in den nächsten Jahren anhalten wird. Wenn die Nachfrage stabil bleibt oder gar weiter anzieht, kann auch mit Schiffsfonds wieder gutes Geld verdient werden. Allerdings werden in Deutschland die Gesetze bezüglich der Freiheiten bei geschlossenen Fonds durch die Bundesregierung immer schärfer. Dazu kommt ein sehr großer Wettbewerb mit den aufstrebenden asiatischen Schiffsbauern, die zum Teil erhebliche Subventionen aus der Staatskasse erhalten.

Artikel Schiffsfonds im Wandel am 2011-09-11 17:12:59 aufgenommen!