Kekse – Glückskekse machen glücklich und Dressiergebäck kann man Kunststücke beibringen?

Man muss kein Krümelmonster sein, um Kekse zu lieben. Allein die Möglichkeit, die Kekse in ihrer Vielfalt bieten, gibt quasi jedem die Chance zumindest eine Sorte zu mögen. Erstaunlich ist es aber, dass die meisten Kekse auf einem recht ähnlichen Grundrezept basieren, welches Mehl, Zucker, Fett in Form von Butter, Margarine oder Öl und meist auch Eier verwendet. Für Geschmack und Aroma sind dann noch Nüsse oder Trockenfrüchte, Schokolade und Gewürze wie Vanille oder Zimt verantwortlich und schon entstehen die unterschiedlichsten Kekse, deren Teig man dann zu einer Rolle formt und in Scheiben schneidet, oder ausrollt und mit Formen zu Keksen aussticht oder deren Teig man direkt auf das Backblech spritzt und die als Dressiergebäck immer ein willkommenes Kleingebäck zu Kaffee, Tee oder auch heißer Schokolade sind. Tradition hatten Kekse allerdings zunächst in England, wo die Kekse als Teegebäck zur Teatime gereicht wurden. So entstand auch der Name der Kekse eigentlich in England, denn das deutsche Wort Kekse entstand aus dem englischen Wort cakes, welches Kuchen bedeutet. Im Jahr 1905 fand es als Keek in der Einzahl und Keeks in der Mehrzahl, Eingang in den Duden.Dabei wurde quasi die Lautmalung in die Schreibweise übernommen. Doch bereits kurz darauf wurde das doppelte E wieder gestrichen und das Kleingebäck wurde nun Kek oder Keks genannt. Sehr bekannte Kekse sind natürlich die Butterkekse, die es seit 1886 in ihrer typischen, rechteckigen Form mit den vier großen Ecken, vierzehn Zähnen in der Länge und zehn Zähnen in der Breite gibt. Sie entstanden im französischen Trentemoult bei Nantes durch die kreative Hand von Lefèvre-Utile. Erst im Jahr 1891 fand der Butterkeks nach Deutschland, wo er noch heute von der hannoverschen Firma Bahlsen gefertigt wird und der Leibniz Keks, benannt nach Gottfried Wilhelm Leibniz. Im Jahr 1955 hielt der mit Schokoladencreme gefüllte Doppelkeks unter dem Namen Prinzenrolle in Deutschland Einzug. Der belgische Bäckermeister Edouard de Beukelaer hatte ihn jedoch schon 1870  kreiert und ihn le petit prince fourré, was soviel wie „der kleine gefüllte Prinz“ bedeutet. Im Durchschnitt isst ein Deutscher in einem Jahr neun Kilo Kekse und diese Zahlen sprechen eine klare Sprache, welche auch die Werbung für sich mit Werbeerfolg übersetzte. Vom Glückskeks, in dessen Inneren sich ein Zettel mit einem Sinnspruch verbirgt, bis zu den beliebten Haselnusswaffeln, gibt es vermutlich keine Kekse, die sich nicht für Werbezwecke einsetzen ließen. Als Streuartikel mit günstigem Preis werden sie in Dosen oder Flowpaks verpackt und mit den Firmenlogos der werbenden Unternehmen bedruckt, um Kunden zu gewinnen und fester an sich zu binden.

Artikel Kekse – Glückskekse machen glücklich und Dressiergebäck kann man Kunststücke beibringen? am 2012-02-10 10:49:26 aufgenommen!