Grüne Jobs und die Frage nach der Energiestruktur
Grüne Jobs gibt es zur Zeit wie Sand am Meer – durch den beschlossenen Atomausstieg fließen große Investitionen in ökologische Kraftwerke und damit steigt natürlich auch der Bedarf an Ingenieuren, Servicetechnikern und ähnlichen Berufen in der Branche der ökologischen Energien. Diese Jobs müssen dringend besetzt werden, damit das Wachstum der erneuerbaren Energien nicht durch diesen Fachkräftemangel blockiert oder eingeschränkt wird. Sowohl im Binnenmarkt, als auch im Exportsektor gibt es große Chancen und Entwicklungspotenziale für die erneuerbaren Energien und damit auch große Chancen für Unternehmen, zu expandieren.
Eine Frage, die in der nächsten Zeit dringend geklärt werden muss, ist die Frage nach der zukünftigen Energiestruktur in unserem Lande. Bisher war es so, dass einige riesige Kraftwerke (in der Regel Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke) den überwältigenden Anteil unserer Gesamtenergieproduktionsmenge produziert haben und Deutschland dadurch von wenigen Kraftwerken und Kraftwerksbetreibern abhängig war. Die Frage ist, ob dies in Zukunft genauso sein soll (zum Beispiel dadurch, dass die ganze Nordsee mit Offshore Windparks vollgestellt wird), oder ob auch auf dezentrale Energieversorgung, das heißt, Energieversorgung vor Ort, gesetzt wird. Das sind zum Beispiel kleine Photovoltaikanlagen auf dem Hausdach, kleinere Windparks auf dem Lande und die Bioenergieanlage des örtlichen Bauern. Diese Struktur der Energieversorgung hätte den Vorteil, dass man nicht auf einige wenige Konzerne und Kraftwerke angewiesen ist und somit, wenn zum Beispiel ein Stromkonzern pleite geht, nicht die ganze Energieversorgung auf dem Spiel steht.
Welche Lösung auch gefunden wird: es ist wichtig, dass kleine Unternehmen und auch große Stromkonzerne Hand in Hand arbeiten, um die Energiewende sinnvoll umsetzen zu können.
Artikel Grüne Jobs und die Frage nach der Energiestruktur am 2011-09-22 09:55:20 aufgenommen!